Letzter Tag in Myanmar - Auf Entdeckung in Yangon

Yangon war die Endstation unserer 10-tägigen Motorradreise durch Myanmarund auch unser letztes Ziel, bevor wir die Grenze nach Thailand überquerten. Da wir quer durch Myamar gute Erfahrungen gemacht hatten, machte uns das Wissen, dass wir bald abreisen würden, ein wenig traurig. Gleichzeitig freuten uns auf unseren letzten Tag in Myanmar und darauf, Yangon zu erkunden.

Auf der Suche nach unseren Sachen

Nachdem wir unser Motorrad beim Büro von Discovery Ride zurückgegeben hatten, machten wir uns auf den Weg zum Busbahnhof. Wir hatten nur das gepackt, was wir für unseren Roadtrip brauchten, während der Rest unserer Sachen mit dem Bus von Mandalay nach Yangon geschickt wurde. Als wir am Busbahnhof ankamen, schienen die Angestellten nicht zu verstehen, was wir wollten, oder es war ihnen egal, oder sie hatten keine Ahnung, wo unsere Sachen sein könnten. Wir machten uns schon ein wenig Sorgen, dass die Tasche mit unseren Sachen verloren gegangen war, aber es genügte ein weiterer Anruf bei Mario von Discovery Rides (den wir schon unzählige Male während unseres Roadtrips angerufen hatten), der mit den Angestellten auf burmesisch sprach.

Am Ende tauchte doch noch von irgendwoher die grüne Tasche mit dem Großteil unserer Sachen auf
Am Ende tauchte doch noch von irgendwoher die grüne Tasche mit dem Großteil unserer Sachen auf

Als wir endlich mit unseren Sachen in unserer Herberge ankamen, war es schon ziemlich spät am Abend, aber wir hatten noch etwas Wichtiges zu erledigen. Wie wir schon berichtet haben, bekam Johanna in Loikaw eine Tollwutimpfung, nachdem ein Hund ihr die Hand mit einer kleinen Wunde abgeleckt hatte - nur um sicher zu gehen. Die zweite Spritze musste am dritten Tag nach der ersten gegeben werden, also heute.

Besuch der Hundebiss-Station

Da es schon spät war, mussten wir auf die Notfallstation des Allgemeinen Krankenhauses gehen. Wir waren hungrig und befürchteten, dass es ewig dauern würde. Nun, das tat es definitiv nicht, innerhalb von 13 Minuten hatten wir die Impfung für Johanna bekommen und das Krankenhaus wieder verlassen! Es gab keine Warteschlange, es wurde mit uns auf Englisch gesprochen und das Personal verstand auf Anhieb, was wir brauchten.

Wir wurden auf eine spezielle Hundebiss-Station geschickt. Die freundliche Ärztin dort sagte uns, dass die zweite Teilimpfung normal nicht außerhalb der Geschäftszeiten verabreicht wird. Netterweise rief sie trotzdem ihren Vorgesetzten an und holte sich eine Erlaubnis dafür, da wir nicht früher kommen konnten. Der Kühlschrank voller Tollwut-Impfstoff ließ uns darauf schließen, dass Hundebisse und Tollwut ein großes Problem in Yangon und ganz Myanmar sind. Vielleicht war es doch nicht völlig übertrieben, sich sicherheitshalber impfen zu lassen. Und da Johanna die Tollwutimpfung schon vor unserer Reise bekommen hatte, war dies die letzte Auffrischung, die nötig war.

Böses Erwachen

Da wir in letzter Zeit hauptsächlich in Gegenden unterwegs waren, in denen es nicht viele Backpacker gab, haben wir schon lange nicht mehr in einem klassischen Backpacker-Hostel übernachtet. Unser Zimmer war gemütlich, aber es kam definitiv mit seinen eigenen Hostel-Unannehmlichkeiten. Wir wurden sehr früh wach, weil Spanier das Telefon auf Lautsprecher und rumbrüllten (das kommt irgendwie immer wieder in Hostels vor!). Als nächstes entdeckte Johanna einen kleinen Käfer im Bett, der sich bei näherer Betrachtung als die gute alte Bettwanze herausstellte. Danach fanden wir noch viel mehr von ihnen.

Am Abend zuvor hatte Johanna, die es liebt ihr Chaos zu verteilen, alle unsere Sachen auf dem Boden ausgebreitet, da wir nach unserem Roadtrip sowieso alles wieder neu packen mussten. Es bestand also eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass unsere Sachen nun mit Bettwanzen befallen waren.

Falls ihr es noch nicht wusstet: Bettwanzen können echte Plagegeister sein. Sie saugen Blut und können Krankheiten verbreiten. Wenn sie in euren Rucksack gelangen und dort anfangen, Eier zu legen, nehmt sie ihr mit an den nächsten Ort und sie machen ihn auch zu ihrem Zuhause. Wenn ihr sie zu euch nach Hause (oder in die Unterkunft) bringt, kann es sehr schwierig und teuer werden, sie wieder loszuwerden. Wir hatten Glück, denn dies war das erste Mal, dass wir auf dieser Reise auf Bettwanzen gefunden haben, aber sie sind bereits alten Feinde von unseren früheren Reisen. Daher wussten wir, Gegensatz zum Personal unseres Hostels, dass wir das Problem ernst nehmen mussten...

Als wir von den Wanzen erzählten, fragte der Mitarbeiter zunächst nur, ob wir etwas Medizin für die Bisse möchten. Nachdem wir erklärt hatten, was Bettwanzen sind und längerer Diskussion, stimmte er schließlich zu, unsere Sachen umsonst zu waschen und in den Trockner zu stecken. Die Sachen, die wir nicht waschen konnten, haben wir in Plastiktüten gepackt und unter direktem Sonnenlicht platziert. Es hatte über 35 Grad im Schatten, dadurch konnte die Temperatur in den Beuteln auf über 50 Grad steigen, was ausreicht um die Wanzen und ihre Eier zu töten.

Der Kampf mit den Bettwanzen (und dem Personal unseres Hostels) dauerte einige Stunden, was etwas unglücklich war, da wir nur noch ein paar Stunden hatten, um die Stadt zu erkunden, unsere Taschen zu packen und einen Bus Richtung Thailand zu nehmen. Trotzdem gelang es uns, aus dem Rest des Tages noch etwas herauszuholen und ein paar nette Sachen zu sehen und zu essen...

Unterwegs in Yangon

Da wir das Motorrad zurückgebracht hatten, waren wir nach langer Zeit mal wieder auf unseren Skateboards unterwegs! Yangon war mit seinem chaotischen Verkehr und den brüchigen Gehsteigen nicht die beste Stadt zum Skaten, aber wir fanden einige gute Straßen und genossen es einfach, die Stadt ein bisschen zu sehen.

Einige Straßen in Yangon waren allerdings wirklich gut zum Skaten geeignet...
Einige Straßen in Yangon waren allerdings wirklich gut zum Skaten geeignet...
... wobei Fahrradfahren das übliche lokale Verkehrsmittel ist
... wobei Fahrradfahren das übliche lokale Verkehrsmittel ist
Wir besuchten auch das Flussufer, aber es war sehr unaufregend
Wir besuchten auch das Flussufer, aber es war sehr unaufregend

Wir skateten und snackten einige Zeit, aber es war so heiß, dass wir bald nur noch irgendwo im Schatten sitzen wollten. Wir machten uns auf den Weg zu einem eindrucksvollen Park, den wir am letzten Abend, als wir in der Stadt ankamen, von der Straße aus gesehen hatten.

Ein großer, grüner Park in Yangon
Ein großer, grüner Park in Yangon

Der Park bestand aus einer Grünfläche rund um den Kandawgyi-See, mit langen Brücken, die von einer Seite des Sees zur anderen führten. In der Mitte des Sees befand sich ein schöner goldener Boots-Palast.

Lange Holzbrücken führten über den See
Lange Holzbrücken führten über den See
Fast überall trifft man Mönche
Fast überall trifft man Mönche
Im Karaweik-Palast wurden früher die burmesichen Herrscher unterhalten, heute ist er ein Restaurant
Heutzutage ist der Karaweik Palast ein Restaurant

Abgesehen von einigen Pagoden (wie der berühmten Sule-Pagode), die wir während der Fahrt sahen, war dieser Park die einzige "Attraktion", die wir während unserer Zeit in Yangon tatsächlich erkundeten.

One of Yangon's many golden pagodas
Eine der vielen goldenen Pagoden in Yangon

Kulinarische Empfehlungen in Yangon

Ah, Essen, unsere Lieblingsbeschäftigung in jeder Stadt... Auf unserem kurzem Besuch in Yangon haben wir zwei Restaurants gefunden, die wir wirklich empfehlen können.

Street cooking... Looks interesting, but we don't have any idea what it is
Straßenküche... Sieht interessant aus, aber wir haben keine Ahnung, was es wird

Burma Bistro

Als wir am Abend ankamen, war es nach dem Besuch im Krankenhaus, schon spät und es schien, dass die Restaurants in Yangon ziemlich früh schließen. Wir betraten zufällig das Burma Bistro, das noch geöffnet war. Verglichen mit unseren normalen Restaurantbesuchen war ein etwas nobleres Lokal. Daher war unser Essen dort, auch das teuerste, dass wir in Myanmar gegessen hatten. Allerdings waren 18 000 Kyat, etwa zehn Euro, aber noch immer sehr erschwinglich für Essen, Bier und Cocktails für zwei! Und das Essen und die Getränke dort waren großartig!!!

Sehr müde, aber auch sehr zufrieden mit dem Essen
Sehr müde, aber auch sehr zufrieden mit dem Essen

Wir bestellten einen burmesischen Nudelsalat - da wir mittlerweile, die knackigen und würzigen Salat in Myanmar zu liebten. Dieser hier war die Krönung von allen.

Dazu hatten wir ein Curry mit burmesischem Kichererbsen-Tofu, was eine weitere lokale und köstliche vegane Option ist.

Die Cocktails, die wir aus der langen Liste wählten, waren mit Zitronengras und Thai-Basilikum aromatisierter Zuckerrohrsaft mit weißem und dunklem Rum. Auch ein Genuss.

Mhhmmm Cocktails
Mhhmmm Cocktails

Wenn ihr in Yangon seid, besucht das Burmese Bistro und bereitet euch auf eine Geschmacksexplosion vor!

999 Shan Noodle House

Wir haben den Shan-Staat vor ein paar Tagen verlassen, daher vermissten wir bereits Shan-Nudeln und wollten sie noch ein letztes Mal genießen, bevor wir Myanmar verließen. Shan-Nudeln sind ein berühmtes lokales Gericht aus dem Shan-Staat, dass ihr unbedingt probieren solltet, während ihr in Myanmar seid. Wenn ihr nicht vorhabt, den Shan-Staat zu besuchen, ist das Lokal ein guter Ort, um sie zu probieren. Wir hatten zwei köstliche vegane Versionen dieses klassischen Gerichts, dazu Frühlingsrollen und frischen Fruchtsaft.

Shan Noodles a la 999 Shan Noodle House
Shan Noodles a la 999 Shan Noodle House

Abreise aus Yangon

Wie gesagt, unser Aufenthalt in Yangon war kurz. Am Abend mussten wir zum Busbahnhof, um einen Bus zur Myawaddy - Mae Sot Grenze, Richtung Thailand, zu nehmen.

Der Bus fuhr vom Aung Minglabar Busbahnhof ab, der wirklich weit vom Zentrum entfernt liegt. Das wussten wir vorher nicht, aber zum Glück gab uns ein Mitarbeiter des Hostels den Tipp zwei Stunden vor Abfahrt des Busses ein Taxi zu nehmen. Die Zeit war wirklich nötig.  

Die Fahrt über die Grenze war einfach, aber dennoch eine bleibende Erinnerung, mehr dazu später. Am nächsten Nachmittag erreichten wir Bangkok, wo wir eine besondere Verabredung hatten...

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2 thoughts on “Our last day in Myanmar – Exploring Yangon”

  1. Tosi ikävä kokemus noiden lutikoiden kanssa. Meillä on ollut niiden osalta todella hyvä tuuri, ei olla törmätty niihin koskaan. Viime vuonna toin Suomessa törmättiin vaatetäihin ihan peruussiistissä majapaikassa. Marika sai ympäri kehoa kymmenittäin puremia, joiden parantuminen kesti useamman viikon. Onneksi onnistuttiin hävittämään ne eikä jouduttu kärsimään niistä kotona.

    1. Oho, kuulostaa tuo vaatetäi kyllä vähintään yhtä inhottavalta ötökältä D: Sellaiseen ei ole itse tullut törmättyä enkä ole oikein osannut sitä pelätäkään, mutta hyvä tietää että majapaikka kannattaisi vastedes bedbugien lisäksi tsekata myös vaatetäistä!

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